Eine Reise nach Indien beginnt nicht am Flughafen Frankfurt, sondern etwa drei Monate vorher am Schreibtisch. Die meisten Fragen, die uns Gäste aus Deutschland, Österreich und der Schweiz vor der Abreise stellen, drehen sich um dieselben Punkte: Visum, Flug, Impfungen, Geld und die erste Nacht in Delhi. Wir haben sie hier in der Reihenfolge sortiert, in der sie tatsächlich anfallen – mit dem, was wir aus dem Büro in Jaipur dazu raten, und mit den Stellen, an denen es gern hakt.

Drei Monate vorher: Reisezeit, Route und Anzahlung

Für die Hauptsaison von Oktober bis März empfehlen wir, zwei bis drei Monate im Voraus zu buchen. Dann sind die schönen Havelis und Palasthotels in Udaipur oder Jodhpur noch frei, und auch rund um große Feste bleibt Spielraum. Kurzfristiger geht es oft ebenfalls, nur wird die Auswahl kleiner.

Wie die Planung bei uns abläuft: Sie schreiben uns Reisedaten, Interessen und Gruppengröße, wir schicken meist innerhalb von 48 Stunden einen ersten Routenvorschlag, und daran wird gefeilt, bis er passt. Ein Gast beschrieb das so: „Wir haben die Route gemeinsam per E-Mail erarbeitet, ausgehend von den verfügbaren Tagen (14) und unserem Budget und auf Grundlage eines sehr guten ersten Vorschlags der Agentur.“ (alfio b., TripAdvisor, Aug. 2025). Zur Bestätigung bitten wir in der Regel um 50 % Anzahlung; den Rest können Sie während der Reise per Karte begleichen.

Wer zum ersten Mal fährt, findet auf unserer Übersicht der Indien-Rundreisen und Reiserouten erprobte Grundgerüste. Für zwei Wochen ist eine Rajasthan-Rundreise mit privatem Fahrer der Klassiker; wie sich die Tage verteilen, zeigt unser Beitrag zur Rajasthan-Route für zwei Wochen mit Fahrzeiten.

Ein ehrlicher Hinweis zur Reisezeit: April und Mai sind in Nordindien heiß. Ein Gästepaar musste seine Reise wegen gestrichener Flüge von März auf April verschieben und schrieb danach von „Temperaturen um 40 °C“ (ByRoute66, TripAdvisor, Apr. 2026). Gesehen haben sie trotzdem alles – angenehm ist anders. Wenn Sie frei wählen können, reisen Sie zwischen Oktober und März.

Acht Wochen vorher: Flug aus Deutschland

Nach Delhi gibt es Nonstop-Flüge ab Frankfurt (Lufthansa und Air India) und ab München (Lufthansa). Wir raten klar zum Direktflug, auch wenn die Umsteigeverbindung über den Nahen Osten auf dem Papier günstiger ist. Der Grund steht in derselben Bewertung: Die Annullierung der Flüge „mit Zwischenstopp im Nahen Osten“ zwang die Gäste, einen ganzen Monat später zu fliegen. Ein Umstieg ist eine zusätzliche Stelle, an der etwas schiefgehen kann.

Rechnen Sie damit, dass Flüge aus Deutschland Delhi oft nachts erreichen. Die Zeitverschiebung beträgt im deutschen Winter 4,5 Stunden, im Sommer 3,5 Stunden; Indien stellt die Uhren nicht um.

Sechs bis acht Wochen vorher: Impfberatung

Für Indien ist keine Impfung vorgeschrieben, wenn Sie direkt aus Deutschland einreisen. Empfohlen werden Reisenden aber üblicherweise Hepatitis A und Typhus sowie aufgefrischte Standardimpfungen; bei viel Tierkontakt oder langen Aufenthalten auf dem Land kommt Tollwut dazu. Manche Impfungen brauchen mehrere Termine, deshalb gehört die Beratung beim Hausarzt oder in einer reisemedizinischen Sprechstunde nicht in die letzte Woche. Was für Sie persönlich gilt, entscheidet die Ärztin, nicht ein Blogartikel.

E-Visum für Indien: spätestens vier Tage vor Ankunft

Deutsche, österreichische und Schweizer Staatsangehörige brauchen für Indien ein Visum. Die meisten Urlauber nutzen das e-Tourist-Visum, das online auf dem Regierungsportal indianvisaonline.gov.in beantragt wird – spätestens vier Tage vor der Ankunft. Der Reisepass sollte bei Einreise noch mindestens sechs Monate gültig sein und freie Seiten haben.

Zwei Dinge, die wir immer wieder sehen. Erstens: Es gibt zahlreiche kommerzielle Seiten, die wie das offizielle Portal aussehen und Servicegebühren aufschlagen. Prüfen Sie die Adresse genau. Zweitens: Wir beraten gern zu Ablauf und Unterlagen, ausgestellt wird das Visum aber von der indischen Regierung, nicht von uns. Beantragen Sie es deshalb nicht erst in der Woche vor dem Abflug.

Neu seit Oktober 2025: Ausländische Reisende füllen statt der Papierkarte im Flugzeug eine elektronische Ankunftskarte (e-Arrival Card) aus, frühestens 72 Stunden vor der Einreise. Das dauert ein paar Minuten, sollte aber vor dem Abflug erledigt sein.

Die letzte Woche: Geld, Telefon, Gepäck

Geld. Indische Rupien dürfen Touristen in aller Regel nicht ein- oder ausführen. Nehmen Sie Euro oder eine Karte mit und heben Sie nach der Ankunft am Automaten ab. In Hotels und größeren Geschäften zahlen Sie mit Karte; für Trinkgelder, Tempel-Schuhaufbewahrung und Chai am Straßenrand brauchen Sie kleine Scheine.

Erreichbarkeit. Unser Team ist während der gesamten Reise rund um die Uhr per Telefon oder WhatsApp erreichbar. Sorgen Sie dafür, dass Ihr Handy in Indien funktioniert – mit Roaming-Paket Ihres deutschen Anbieters oder einer eSIM.

Gepäck. Für die Größe des Wagens zählt das Gepäck mehr als die Zahl der Personen. In einen Toyota Innova Crysta passen vier große Koffer, in eine kleine Limousine zwei. Sagen Sie uns vorher, wie viele Koffer Sie mitbringen; mehr dazu in unserer Checkliste zum Auto mit Fahrer in Indien und auf der Seite zur Indien-Reise mit privatem Fahrer.

Kleidung. Schultern und Knie bedeckt, Schuhe, die sich schnell ausziehen lassen – in Tempeln und Moscheen gehen Sie barfuß. Für Wüstennächte im Dezember und Januar gehört eine warme Jacke ins Gepäck, auch wenn die Tage warm sind.

Ankunft in Delhi: der erste Tag gehört dem Schlaf

So sieht Tag 1 in unseren Reiseplänen aus: Sie landen am Indira Gandhi International Airport, passieren die Einreise, und nach dem Ausgang wartet Ihr Fahrer mit einem Schild mit Ihrem Namen. Er bringt Sie ins Hotel, wir kümmern uns um den Check-in, und dann haben Sie Zeit zum Schlafen. Programm gibt es erst am nächsten Morgen. So steht es etwa in der Rundreise 6 Nächte Goldenes Dreieck: Am zweiten Tag Alt-Delhi, dann 200 Kilometer nach Agra, etwa vier Stunden Fahrt.

Davon raten wir nicht ab, sondern wir bestehen darauf. Gäste, die nach einem Nachtflug direkt zum Taj Mahal wollen, sehen ihn müde und bei Mittagshitze. Ein ruhiger Ankunftstag ist keine verlorene Zeit. Unser Gründer Karni Singh hat vor seinem Wechsel ins Reisegeschäft 1998 in den Hotels der Taj-Gruppe gearbeitet, unter anderem im Taj Lake Palace in Udaipur. Er sagt, dort habe er gelernt, was ausländische Gäste nach einer langen Anreise wirklich brauchen – und das ist selten ein volles Programm.

Ein Gast aus Großbritannien fasste den Anfang seiner Reise so zusammen: „Von unserer Ankunft in Delhi bis zur letzten Fahrt war die gesamte Route mit unglaublicher Sorgfalt und Liebe zum Detail zusammengestellt.“ (Getaway156250, TripAdvisor, Feb. 2026).

Was Gäste aus Deutschland zur Reise nach Indien noch fragen

Ist das Leitungswasser trinkbar?

Nein. Trinken Sie Flaschenwasser und putzen Sie sich auch die Zähne damit, wenn Ihr Magen empfindlich ist. Vegetarisch zu essen ist in Indien leicht und für viele Gäste in den ersten Tagen die entspanntere Wahl; Ernährungswünsche wie vegan oder glutenfrei berücksichtigen wir bei der Planung.

Was ist im Reisepreis enthalten?

In einem üblichen Angebot: privater klimatisierter Wagen mit Fahrer, Unterkünfte, Frühstück, Eintritte und Guides wie angegeben. Internationale Flüge und Visagebühren sind in der Regel nicht enthalten.

Lohnt sich ein lokaler Veranstalter statt eines Reisebüros in Deutschland?

Das hängt davon ab, was Ihnen wichtiger ist. Die Unterschiede haben wir im Beitrag über Irrtümer über lokale Reiseveranstalter in Indien aufgeschrieben.

Wohin für die erste Reise?

Für die meisten Erstreisenden: das Goldene Dreieck Delhi, Agra, Jaipur, gern mit einer Verlängerung nach Rajasthan. Andere Regionen finden Sie unter bekannte Reiseziele in Indien.

Wenn Sie Ihre Reisedaten schon kennen, schicken Sie uns eine Anfrage für Ihre individuelle Indien-Rundreise – den ersten Routenvorschlag bekommen Sie meist innerhalb von zwei Tagen.